Staub abnehmen, minimal anfeuchten, vollständig trocknen lassen. Dann wenig geeignetes Öl mit fusselfreiem Tuch einreiben, zehn Minuten einziehen lassen, Überstand sorgfältig abnehmen. Besser zwei hauchdünne Durchgänge als ein fetter Film. Aushärtung mit Luft und Zeit respektieren, Temperaturschwankungen vermeiden. Eine Hörerin unseres Workshops berichtete, wie ihr Eichenbrett nach drei ruhigen Abenden wieder satt wirkte, ohne speckig zu glänzen. Der Geruch bleibt mild, die Maserung spricht leise, die Hand fühlt Wärme.
Wachs sparsam dosieren, verteilt mit einem weichen Ballen aus Baumwolle, dann in kreisenden Bewegungen polieren. Hitze und zu hohe Schichtdicken vermeiden, sonst entsteht Schmieren. Kleine Kratzer verschwinden oft schon durch Reibung und Wärme der Hand. Nachpolieren mit sauberem Tuch bringt seidenmatten Glanz. Wer mag, mischt ein wenig Bienenwachs mit Carnauba für mehr Härte. So bleibt die Oberfläche offen, reparaturfreundlich und sinnlich, ohne dumpf oder klebrig zu wirken, bereit für den Alltag.
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